Maserati Quattroporte MY22

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Italienische Luxus-Sportlimousine mit Anspruch

Gebaut wird der Maserati Quattroporte MY22 im traditionsreichen Werk von Mirafiori bei Turin. Dort trifft Design auf Performance – ohne Kompromisse. Die sechste Generation des Quattroporte, seit 2013 auf dem Markt, wurde zum Modelljahr 2022 gezielt überarbeitet. Mit klarer Kante, breiter Präsenz und über fünf Metern Länge markiert die Luxuslimousine ein Revier, in dem Namen Gewicht haben. Maserati ist mehr als Stil. Es geht um Geschwindigkeit, Komfort und eine gewisse Unnahbarkeit, die einem Fahrzeug in dieser Klasse gut zu Gesicht steht.

Der Quattroporte MY22 misst 5.262 Millimeter in der Länge, ist 1.948 Millimeter breit und liegt mit 1.481 Millimetern Höhe flach auf dem Asphalt. Der Radstand von 3.171 Millimetern sorgt für großzügige Platzverhältnisse im Fond. Leer bringt der Wagen je nach Ausstattung rund 1.900 Kilogramm auf die Waage. Der Tank fasst 80 Liter – eine Größe, die zur Reichweite und zum Anspruch passt. Das Kofferraumvolumen liegt bei rund 530 Litern, wodurch der Quattroporte auch für längere Strecken als Reiselimousine taugt.

Das Fahrwerk besteht aus einer Doppelquerlenker-Vorderachse und einer Multilenker-Hinterachse, ergänzt durch die adaptiv geregelte Skyhook-Dämpfung. Der niedrige Schwerpunkt und das sportliche Setup sprechen klar für den Anspruch auf eine Fahrdynamik, die nicht im Komfortmodus endet. Der Quattroporte ist mehr als nur ein Statussymbol – er ist ein Werkzeug für die Straße, mit klarer Priorisierung auf kontrollierter Kraftentfaltung und langstreckentauglicher Stabilität.

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Dreifache Motorisierung – Klarheit in der Auswahl

Drei Motorvarianten stehen für den Quattroporte MY22 zur Wahl. Den Einstieg markiert der Quattroporte GT mit einem 3,0-Liter-V6-Twinturbo-Motor. Dieser leistet 350 PS bei 5.500 Umdrehungen pro Minute und liefert 500 Newtonmeter Drehmoment zwischen 1.750 und 4.500 U/min. Der Sprint von 0 auf 100 km/h gelingt in 5,5 Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 270 km/h. Für eine Limousine dieser Größe ist das eine Ansage.

Eine Stufe darüber rangiert der Quattroporte Modena. Auch hier werkelt ein 3,0-Liter-V6, jedoch mit 430 PS und 580 Newtonmetern Drehmoment. Diese Variante schafft den Standardsprint in 5,0 Sekunden und knackt die 288 km/h-Marke. Der Allradantrieb „Q4“ sorgt dabei für souveräne Traktion, auch wenn es nass wird oder die Kurven enger werden. Wer Leistung ohne Exzesse sucht, findet hier das ausgewogenste Gesamtpaket.

An der Spitze steht der Quattroporte Trofeo. Ein 3,8-Liter-V8-Twinturbo mit 580 PS und 730 Newtonmetern Drehmoment verwandelt die Limousine in ein Kraftpaket. Die Höchstgeschwindigkeit von 326 km/h und die Beschleunigung in 4,5 Sekunden auf 100 km/h machen klar, dass dieser Maserati auf der Überholspur zu Hause ist. Geschaltet wird in allen Varianten über eine ZF-Achtstufen-Automatik mit adaptiver Steuerung – ein System, das zuverlässig und ohne Verzögerung reagiert.

Modellvarianten: GT, Modena und Trofeo

Der Quattroporte MY22 ist in drei klar voneinander abgegrenzten Versionen erhältlich. Die GT-Variante richtet sich an jene, die Eleganz und Komfort suchen. 19-Zoll-Leichtmetallräder, dezente Chromdetails und eine hochwertige Grundausstattung markieren das Terrain. Hier zählt die Präsenz, nicht das letzte Zehntel auf der Strecke.

Modena tritt sportlicher auf. Mit 20-Zoll-Rädern, aggressiveren Stoßfängern, einem sportlicher abgestimmten Fahrwerk und Allradantrieb ist diese Ausführung auf Dynamik ausgelegt. Auch im Innenraum wird es technischer: Aluminium-Elemente, Sportsitze und ein Lenkrad mit Schaltwippen sprechen eine klarere Sprache. Der Modena ist der Quattroporte für aktive Fahrer.

Der Trofeo gibt sich kompromisslos. 21-Zoll-Räder, Carbon-Akzente, rote Bremssättel, sportliche Auspuffanlage und ein aggressives Aerodynamikpaket zeigen den Fokus. Auch innen dominiert Performance: Sportsitze mit zusätzlichem Seitenhalt, spezifische Materialien wie gebürstetes Aluminium oder optional Carbon, sowie exklusive Kontrastnähte heben den Trofeo von den anderen Varianten ab. Hier geht es um maximale Performance – optisch wie technisch.

Technik, Sicherheit und Assistenzsysteme

Technisch hat der Quattroporte MY22 alle Karten in der Hand. Das neue Infotainmentsystem basiert auf Android Automotive OS und wird über einen 10,1-Zoll-Touchscreen bedient. Die Bedienung erfolgt intuitiv und flüssig, mit direktem Zugriff auf Navigation, Medien, Klima und Fahrmodi. Apple CarPlay und Android Auto laufen kabellos, das digitale Kombiinstrument bringt Kontrast und Schärfe.

Sicherheit wird über ein umfassendes Paket gewährleistet. Dazu zählen Totwinkel-Assistent, Spurhalteassistent, Notbremsfunktion mit Fußgängererkennung, adaptiver Tempomat mit Stop-&-Go-Funktion, Verkehrszeichenerkennung sowie ein 360-Grad-Kamerasystem. Die Fahrassistenz entspricht Level 2 und ist damit konkurrenzfähig im oberen Segment. Die Bremsanlage von Brembo bringt die Limousine jederzeit souverän zum Stillstand.

LED-Matrix-Scheinwerfer mit adaptivem Lichtsystem, aktive Dämpferregelung, elektronische Differenzialsperre an der Hinterachse sowie das Integrated Vehicle Control-System von Maserati runden das Gesamtbild ab. Der Quattroporte ist keine experimentelle Technikplattform – er spielt auf solidem, leistungsfähigem Niveau und verzichtet auf Schnickschnack.

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Innenraum: italienische Maßarbeit auf Business-Niveau

Der Innenraum des Quattroporte MY22 ist geprägt von klarer Linienführung, wertigen Materialien und einer konsequenten Trennung zwischen Fahrerfokus und Komfortzone. Je nach Variante kommen Leder, Pieno Fiore, Zegna-Stoffe, gebürstetes Aluminium oder offenporiges Holz zum Einsatz. Auch in der Basisversion herrscht ein Ambiente, das durchdacht wirkt.

Vorn nehmen Fahrer und Beifahrer auf elektrisch verstellbaren, beheizbaren Sitzen Platz. Im Fond stehen zwei oder drei Plätze zur Verfügung – auf Wunsch mit separater Klimaeinheit, Komfortkopfstützen und Business-Paket. Die Geräuschdämmung liegt auf hohem Niveau, was nicht zuletzt dem doppelten Scheibensystem und der aktiven Geräuschkompensation zu verdanken ist.

Das Kofferraumvolumen beträgt 530 Liter, die Rückbank ist nicht umklappbar. Dafür sorgt die hintere Achse für maximalen Raumkomfort ohne Einschränkungen im Fahrverhalten. Ablagen, USB-Ports, induktives Laden und ein optionales Bowers & Wilkins-Soundsystem mit 1.280 Watt machen den Quattroporte auch für längere Strecken zum verlässlichen Begleiter.

Fahrverhalten zwischen Kurve und Komfort

Der Quattroporte MY22 zeigt auf der Straße ein deutliches Profil. Die Lenkung ist direkt und gibt ausreichend Rückmeldung. Die Skyhook-Dämpfung arbeitet präzise, filtert Unebenheiten sauber weg und hält das Fahrzeug dennoch straff auf Kurs. Der Quattroporte bevorzugt Tempo – bei 180 auf der Autobahn wirkt er ruhiger als so mancher Kompaktwagen im Stadtverkehr.

Je nach Fahrmodus – von „Auto“ bis „Corsa“ – verändert sich das Verhalten spürbar. Der V6 bringt souveräne Leistung, ohne nervös zu wirken. Der V8 hingegen ist unmissverständlich sportlich und lebt von der kernigen Tonlage aus den Endrohren. Dabei bleibt die Limousine stets berechenbar – keine Nervosität, keine Wankbewegungen, kein unnötiges Drama.

Wer mit dem Quattroporte unterwegs ist, weiß was er tut. Diese Limousine verzeiht wenig und verlangt Aufmerksamkeit. Wer sie gibt, bekommt ein Fahrgefühl zurück, das anders ist als bei der deutschen Konkurrenz – weniger technisch, mehr charaktervoll. Der Quattroporte fährt nicht emotionslos, sondern macht seinen Anspruch im Fahrverhalten klar.

Preise, Ausstattungen und Verfügbarkeit

Der Einstiegspreis für den Quattroporte GT liegt in Deutschland bei rund 122.000 Euro. Der Modena beginnt ab etwa 136.000 Euro, während der Trofeo bei über 170.000 Euro startet. Hinzu kommen diverse Optionen, vom Individualisierungspaket über Performance-Extras bis hin zum Interieur nach Maß.

Die Lieferzeiten hängen stark von der Ausstattung ab. Während GT-Modelle in standardisierten Konfigurationen relativ zeitnah verfügbar sind, können personalisierte Trofeo-Modelle mehrere Monate benötigen. Maserati setzt stark auf Individualisierung, was in dieser Klasse dazugehört. Serienmäßig ist allerdings längst nicht alles – Assistenzsysteme, Soundsysteme und Interieur-Upgrades kosten schnell fünfstellige Summen zusätzlich.

Für Kunden, die mehr als Masse wollen, ist der Quattroporte noch immer ein exklusiver Name. Auf deutschen Straßen selten, im Fuhrpark internationaler Geschäftskunden präsent, bleibt er ein Statement. Maserati weiß, dass es nicht auf Volumen ankommt, sondern auf Wirkung – und diese hat der MY22 in jedem Fall.

Vergleich: Audi A8, BMW 7er und Mercedes S-Klasse

Im direkten Vergleich mit der Konkurrenz aus Deutschland zeigt sich der Quattroporte als Außenseiter mit Haltung. Der Audi A8 punktet mit Hightech, der BMW 7er mit Dynamik und die Mercedes S-Klasse mit Luxus pur. Maserati setzt auf ein anderes Rezept: Charakter, Design und Antrieb mit Handschrift.

Technologisch ist der Quattroporte solide, aber nicht führend. Die deutschen Premiumlimousinen agieren digitaler, automatisierter und vor allem vernetzter. Dafür bringt der Italiener mehr Profil – weniger weichgespült, weniger uniform, mehr Individualismus. Das fällt auf, nicht nur in Parkhäusern großer Hotels.

In puncto Fahrdynamik reicht der Quattroporte an den 7er heran, bleibt aber im Komfortmodus klarer definiert. Die Assistenzsysteme sind zuverlässig, aber nicht überbordend. Wer mit dem Quattroporte fährt, sucht nicht das letzte Pixel an Perfektion, sondern will etwas fahren, das nicht jeder fährt – eine Sportlimousine mit Herkunft und Kante.

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Technische Daten Maserati Quattroporte MY22

Merkmal GT Modena Trofeo
Motor 3.0 L V6 Twin-Turbo 3.0 L V6 Twin-Turbo 3.8 L V8 Twin-Turbo
Leistung 350 PS 430 PS 580 PS
Drehmoment 500 Nm 580 Nm 730 Nm
0–100 km/h 5,5 s 5,0 s 4,5 s
Höchstgeschwindigkeit 270 km/h 288 km/h 326 km/h
Antrieb Hinterrad Allrad (Q4) Hinterrad
Getriebe 8-Gang-Automatik ZF
Länge / Breite / Höhe 5.262 mm / 1.948 mm / 1.481 mm
Radstand 3.171 mm
Leergewicht ca. 1.900 kg (modellabhängig)
Tankvolumen 80 Liter
Kofferraumvolumen ca. 530 Liter
Preis (ab) 122.000 € 136.000 € ab 170.000 €


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