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Kia Tasman

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Inspiriert von der Tasmansee

Kia wagt sich in ein Terrain, das bislang fest in der Hand der Platzhirsche aus den USA, Japan und Australien war. Mit dem Tasman bringt der koreanische Hersteller erstmals einen eigenständigen Pick-up ins Spiel, der nicht nur optisch auffällt, sondern auch in puncto Nutzwert und Technik ganz vorn mitmischen will. Der Tasman tritt an gegen Legenden wie Toyota Hilux, Ford Ranger oder Isuzu D-Max – und das mit einer Attitüde, die klar signalisiert: Hier kommt ein Truck, der ernst genommen werden muss.

Der Name ist Programm. Inspiriert von der Tasmansee, die Australien von Neuseeland trennt, verkörpert der Tasman Robustheit, Unabhängigkeit und eine gewisse Wildheit. Kia verabschiedet sich damit endgültig vom reinen Familienimage. Stattdessen steht jetzt auch Offroad-Performance, Zugkraft und Alltagsnutzwert auf der Agenda. Genau das Richtige für jene, die sich zwischen Baugerüst, Forststraße und Langstrecke bewegen – beruflich wie privat.

Der Tasman macht kein Geheimnis daraus, worum es ihm geht: harte Arbeit, dauerhafte Belastung und Vielseitigkeit. In einem Markt, der von emotionalen Lifestyle-Inszenierungen überflutet ist, setzt Kia auf handfeste Eigenschaften. Die Front ist bullig, das Heck funktional, die Silhouette kompromisslos. Statt Chromspielereien oder Scheinoptik steht der Nutzwert im Fokus. Jeder Zentimeter des Fahrzeugs erfüllt einen Zweck – genau das kommt in den anvisierten Märkten an.

Optisch liegt der Tasman irgendwo zwischen kantiger Moderne und klassischer Nutzfahrzeug-DNA. Die markante Lichtsignatur, die aufrecht stehende Karosserie und der geradlinige Aufbau erinnern eher an amerikanische Trucks als an die verspielte Designsprache vieler asiatischer Mitbewerber. Und das ist gut so. Der Tasman grenzt sich ab – und genau das braucht ein ernstzunehmender Herausforderer.

Kia

 

Zielgruppe: Klar umrissen und bereit für Gelände

Kia adressiert mit dem Tasman gezielt Handwerker, Landwirte, Abenteurer und alle, die mehr als einen Kompakt-SUV brauchen. Der Truck zielt auf jene Käufer ab, die bisher auf Hilux, Ranger oder Navara gesetzt haben. Dazu kommen gewerbliche Nutzer, die in einem robusten Arbeitsgerät auch eine gewisse Markenfrische und moderne Technik suchen. Kia spricht mit dem Tasman bewusst keine Lifestyle-Fraktion an, sondern positioniert das Fahrzeug klar in der Welt von Funktion, Leistung und Alltagstauglichkeit.

Auch Flottenkunden rücken ins Visier: Durch wettbewerbsfähige Preise, hohe Ausstattung und gute Garantien könnte der Tasman schnell in kommunale Fuhrparks oder Bauunternehmen integriert werden. Entscheidend ist dabei nicht nur die Optik – sondern was der Pick-up leisten kann. Wer auf Tagesbaustellen, Forstwegen oder in anspruchsvollem Gelände unterwegs ist, braucht Zuverlässigkeit und einfache Wartung – genau hier setzt Kia an.

Darüber hinaus könnte der Tasman auch für private Käufer interessant sein, die abseits von Städten wohnen, ein Pferdetransport-Setup benötigen oder regelmäßig schwere Anhänger bewegen. Die Kombination aus Komfort und Funktionalität ermöglicht einen Einsatz, der sich nicht zwischen privat und gewerblich entscheiden muss. Ein Werkzeug für Alltag und Wochenendvorhaben gleichermaßen.

Die Marketingstrategie scheint bewusst auf reale Nutzergruppen ausgerichtet zu sein – statt auf virtuelle Abenteurer. Der Tasman spricht Menschen an, die keine Show brauchen, sondern Ergebnisse. Damit unterscheidet sich die Ansprache deutlich von jenen Herstellern, die Pick-ups primär als Lifestyle-Erweiterung inszenieren. Kia bleibt bodenständig – ein mutiger, aber kluger Schritt.

Kompakt? Nein. Kraftvoll dimensioniert

Mit einer Länge von etwa 5,40 Metern und einer Breite von rund 1,93 Metern zählt der Kia Tasman zu den Full-Size-Pick-ups der mittleren Klasse. Die Höhe variiert je nach Ausstattung und Fahrwerk leicht, liegt jedoch bei etwa 1,87 Metern. Der Radstand ist mit 3,20 Metern ausgesprochen lang, was dem Platzangebot zugutekommt – vor allem in der Doppelkabine, die für viele Märkte als Standard gilt.

Die Ladefläche der Version mit Pritsche fällt funktional aus. Je nach Variante lässt sich ein Volumen von über 1000 Kilogramm Zuladung realisieren. Das zulässige Gesamtgewicht liegt bei rund 3,2 Tonnen. Der Tasman ist auf maximale Nutzbarkeit ausgelegt – ohne Kompromisse beim Fahrkomfort oder der Raumaufteilung im Innenraum.

Die Bodenfreiheit bewegt sich zwischen 210 und 230 Millimetern – je nach Bereifung und Ausstattungspaket. Damit sind auch unwegsame Zufahrten oder leichte Geländestrecken kein Hindernis. Für das Fahrwerk setzt Kia auf eine robuste Blattfederlösung hinten und Einzelradaufhängung vorn. Wer höhere Belastung plant, kann das Heavy-Duty-Fahrwerk mit verstärkten Dämpfern und angepasster Achslastverteilung konfigurieren.

Das Platzangebot ist beachtlich – sowohl vorn als auch hinten. Die Doppelkabine bietet fünf vollwertige Sitzplätze, breite Türöffnungen und ausreichend Kopffreiheit für große Personen. Die Sitze selbst sitzen fest, aber komfortabel. Das Raumgefühl erinnert eher an einen Geländewagen als an einen klassischen Transporter. Eine Stärke, die in dieser Fahrzeugklasse nicht selbstverständlich ist.

Varianten für jeden Einsatz

Der Kia Tasman wird zum Marktstart in mehreren Konfigurationen verfügbar sein, angepasst an die Anforderungen verschiedenster Nutzergruppen. Standardmäßig beginnt alles mit der Doppelkabine – fünf vollwertige Sitzplätze, breite Einstiege und eine klassische Ladefläche mit robustem Aufbau. Wer mehr Laderaum bei geringerer Kabinengröße braucht, kann auf Einzelkabinenlösungen zurückgreifen. Kia arbeitet bereits an einer Extended-Cab-Version, die mit Klapptüren und zusätzlichem Stauraum hinter den Vordersitzen punktet.

Die Basisvariante richtet sich klar an den gewerblichen Nutzer. Sie kommt mit Stahlfelgen, einem widerstandsfähigen Kunststoffboden, wenigen Designakzenten und reduziertem Komfort. Der Fokus liegt hier auf Langlebigkeit und Alltagstauglichkeit unter harten Bedingungen. Ideal für Baufirmen, Landwirte oder kommunale Betriebe. Wer mehr Ausstattung will, greift zu den gehobenen Linien mit lackierten Stoßfängern, LED-Licht, Alufelgen, Touchscreen und Komfortsitzen.

Für spezielle Einsatzbereiche lassen sich Pakete kombinieren: Ein Offroad-Paket bringt Unterfahrschutz, Geländereifen und ein verstärktes Fahrwerk. Ein Komfortpaket legt den Fokus auf Sitzkomfort, Klimaautomatik und erweiterte Assistenzsysteme. Und wer den Tasman als Zugmaschine einsetzen möchte, wählt das Anhängerpaket mit zusätzlichem Ölkühler, verstärkter Anhängerkupplung und Trailer-Stabilitätsprogramm.

Die Zubehörliste ist lang: Hardtops, Ladeflächenrollos, Trennwände, Werkzeugkisten, Dachträger oder Winden sind werkseitig oder über Zubehörpartner erhältlich. Der Tasman soll nicht nur ein Fahrzeug sein – sondern ein anpassbares Werkzeug, das sich in jede Umgebung integrieren lässt.

Kia

 

Technik und Sicherheit auf hohem Niveau

Kia bringt den Tasman mit einem Sicherheitskonzept, das sich sehen lassen kann – besonders für einen Pick-up dieser Klasse. Bereits in der Grundausstattung sind Notbremsassistent, Spurhaltehelfer, Berganfahrassistent und Rückfahrkamera serienmäßig an Bord. Das System zur Müdigkeitserkennung registriert Fahrverhalten und reagiert mit Warnungen, bevor es kritisch wird. Sechs Airbags sorgen im Ernstfall für Rundumschutz – auch bei schweren Einsätzen.

In den höheren Ausstattungslinien kommen weitere Systeme hinzu: adaptiver Tempomat mit Stop-and-Go-Funktion, Spurfolgeassistent, Querverkehrswarner hinten sowie ein Totwinkelassistent mit aktivem Lenkeingriff. Besonders hilfreich für Nutzfahrzeuge: das Trailer Assist System inklusive Anhänger-Rückfahrkamera und dynamischen Hilfslinien. Auch die 360-Grad-Kamera mit Vogelperspektive erleichtert das Rangieren in engen Umgebungen oder beim Beladen.

Das digitale Cockpit mit 12,3-Zoll-Instrumentenanzeige sorgt für Übersicht. In der Mitte sitzt der große Touchscreen, über den Navigation, Medien, Fahrzeugfunktionen und Smartphone-Integration gesteuert werden. Android Auto und Apple CarPlay sind serienmäßig dabei. Die Bedienung erfolgt logisch, mit physischen Tasten für die wichtigsten Klimafunktionen – ein Pluspunkt im rauen Einsatz mit Handschuhen oder nassen Fingern.

Dazu kommen praktische Features wie USB-C-Ladeports vorne und hinten, kabelloses Laden und Over-the-Air-Updates. Für den Tasman ist ein Software-Ökosystem vorgesehen, das künftig neue Funktionen nachrüstbar macht – von erweiterten Anhängerprofilen bis hin zu Offroad-Navigationsmodi. Kia zeigt, dass Pick-up und moderne Technik kein Widerspruch sein müssen.

Innenraum: Klar, funktional, überraschend hochwertig

Wer den Tasman betritt, wird nicht von blinkenden Screens oder Spielereien empfangen – sondern von klarer Struktur, praktischer Ergonomie und hochwertiger Verarbeitung. Die Sitzposition ist aufrecht, mit guter Übersicht nach vorn und zur Seite. Die Sitze selbst bieten langstreckentaugliche Polsterung, festen Seitenhalt und auf Wunsch elektrische Verstellung mit Memory-Funktion. Auch Sitzheizung und -belüftung sind verfügbar – je nach Ausstattung.

Die verwendeten Materialien überraschen: Kia setzt auf griffige Oberflächen, strukturierte Soft-Touch-Paneele und robuste, aber ansehnliche Bezüge. Selbst im Einstiegsmodell ist das Cockpit durchdacht, mit klarer Bedienlogik. In höheren Linien kommen Kunstleder, Aluminiumapplikationen und ein hochwertiges Lenkrad mit Multifunktion hinzu. Die Mittelkonsole bietet breite Ablagen, Becherhalter, ein großes Ablagefach mit Armauflage sowie USB-Ports vorn und hinten.

Die zweite Sitzreihe bietet mehr Platz, als viele erwarten. Auch große Erwachsene sitzen mit genug Bein- und Kopffreiheit. Die Sitzfläche ist fest, aber ausreichend tief – keine Notlösung wie in manch anderem Pick-up. Klappbare Lehnen, Staufächer unter der Bank und ISOFIX-Vorrichtungen machen den Tasman familientauglich. Die Geräuschdämmung ist auf Pkw-Niveau, der Innenraum bleibt auch bei höheren Geschwindigkeiten erstaunlich leise.

Besonders durchdacht ist das Stauraumkonzept. Unter der Rückbank verbergen sich zwei getrennte, tief ausgeformte Staufächer mit Deckel, die sich vollständig ausklappen und verriegeln lassen. Ideal für Werkzeug, Spanngurte, Erste-Hilfe-Kits, Sicherheitswesten oder Kleinteile, die sonst lose im Innenraum herumfliegen würden. Durch die Trennung in zwei Kammern bleibt der Inhalt auch bei ruckeligen Fahrten an Ort und Stelle. Die Fächer bestehen aus robustem Hartkunststoff, sind wasserabweisend und lassen sich mit wenigen Handgriffen reinigen.

Zusätzlich lässt sich die Rückbank selbst hochklappen – je nach Ausstattungsvariante asymmetrisch oder vollständig – um sperrigere Gegenstände wie Werkzeugkisten, Kühlboxen oder sogar ein zusammengefaltetes Fahrrad im Innenraum zu verstauen. Ein Gummimatteneinsatz schützt den Bodenbelag vor Schlamm oder Schmutz. Wer mit wechselnden Ladungen im Innenraum arbeitet, wird dieses durchdachte Detail schnell zu schätzen wissen.

Kia

 

Fahrgefühl: Solide abgestimmt, souverän auch ohne Asphalt

Ein Pick-up fährt sich naturgemäß anders als ein SUV – das weiß jeder, der regelmäßig mit Nutzfahrzeugen unterwegs ist. Doch beim Tasman fällt auf, wie souverän sich Kia auf den Kompromiss zwischen Arbeitsgerät und Komfortlösung eingelassen hat. Die Lenkung ist präzise, mit ausreichendem Widerstand. Das Fahrwerk wirkt ausgewogen: Leer angenehm straff, mit Beladung satt und stabil.

Die hintere Blattfederachse hält auch bei voller Zuladung die Spur, ohne nervös zu werden. Unebenheiten auf Baustellen oder Feldwegen bügelt das Fahrwerk solide weg – auch mit Anhänger. In schnellen Kurven bleibt das Fahrzeug kontrollierbar, das ESP greift sanft, aber konsequent ein. Der Allradantrieb mit Untersetzung sorgt in schwierigen Passagen für Vortrieb, wo andere längst aufgeben.

Das Achtgang-Automatikgetriebe arbeitet unauffällig und schaltet passend zur Fahrsituation. Auch bei Anhängerbetrieb bleibt die Schaltlogik nachvollziehbar. Wer lieber selbst Hand anlegt, greift zur manuellen Sechsgang-Schaltung, die knackig und kurz übersetzt ist. Die Geräuschkulisse bleibt auch im Gelände niedrig, der Motor wirkt akustisch zurückhaltend und vibrationsarm.

Besonders positiv fällt die Anhängerstabilität auf. Auch bei schneller Fahrt bleibt das Gespann ruhig, selbst bei Seitenwind oder unruhigem Untergrund. Der Tasman vermittelt Fahrern auch bei schwierigen Bedingungen ein sicheres Gefühl – genau das, was man in einem echten Arbeitstier erwartet.

Kia

 

Preise, Märkte und Verfügbarkeit

Kia bringt den Tasman zunächst Anfang 2025 in Australien und Neuseeland auf den Markt – zwei Regionen, in denen Pick-ups ein fester Bestandteil des Straßenbilds sind und zugleich täglich harte Einsätze meistern müssen. Der Hersteller will dort erste Erfahrungswerte sammeln, bevor weitere Märkte folgen. Geplant sind danach Südafrika, Südkorea und die Golfstaaten. Für Europa, inklusive Deutschland, ist der Marktstart gegen Ende 2025 vorgesehen.

Die Preisstruktur beginnt bei rund 39.000 Euro netto für die einfacheren Varianten mit Hinterradantrieb und Basisausstattung. Diese richten sich vorwiegend an gewerbliche Kunden, die Wert auf Preis-Leistungs-Verhältnis und maximale Robustheit legen. Die besser ausgestatteten Modelle mit Allrad, Automatik, umfangreichem Sicherheitspaket und Komfortdetails steigen schnell über die 50.000-Euro-Marke – zuzüglich Mehrwertsteuer.

Wer den Tasman voll ausstattet – mit Offroad-Paket, LED-Lichtsystem, Infotainment, Premium-Innenraum und Zubehör – kann je nach Markt und Ausstattung auch jenseits der 55.000 Euro netto landen. Damit bewegt sich Kia auf Augenhöhe mit den Top-Versionen von Ford Ranger Wildtrak oder Toyota Hilux Executive. Der Unterschied liegt im Detail – denn der Tasman punktet mit modernster Technik und frischer Plattform.

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