Hyundai Ioniq 5 N

 - bei Automagazin Plus
Hyundai Ioniq 5 N - Front- und Seitenansicht - bei Automagazin Plus Hyundai Ioniq 5 N - Seitenansicht - bei Automagazin Plus Hyundai Ioniq 5 N - Reifen und Felge - bei Automagazin Plus Hyundai Ioniq 5 N - Innenraum Sitze - bei Automagazin Plus Hyundai Ioniq 5 N - Innenraum Cockpit - bei Automagazin Plus Hyundai Ioniq 5 N - Front- und Seitenansicht Drift - bei Automagazin Plus

Elektro-Hot-Hatch mit Track-Performance und Drift-Modus

Seit Ende 2023 steht der Hyundai Ioniq 5 N bei ausgewählten Händlern. Und er steht nicht nur da – er lauert. Dieses Fahrzeug ist nicht auf Zurückhaltung programmiert. Wer ein leises Elektroauto mit gutem Benehmen sucht, kann direkt weiterziehen. Der Ioniq 5 N ist ein massiver Tritt gegen die Behäbigkeit der meisten Stromer. 650 PS, Drift-Modus, N-Grin-Boost – Hyundai lässt mit diesem Fahrzeug keinen Zweifel an der Mission: maximale Fahrfreude mit maximalem Strom.

Mit der Einführung des Ioniq 5 N stößt Hyundai seine N-Performance-Abteilung in eine neue Ära. Der Ioniq 5 war bisher ein familienfreundlicher Crossover-SUV. Jetzt wird er zum elektrischen Hot Hatch im XXL-Format. Alles an diesem Fahrzeug wurde auf Dynamik getrimmt. Zwei Motoren. Allradantrieb. Elektronisches Sperrdifferenzial. Eine präzise Lenkung und ein Drift-Modus, der bewusst provoziert. Das hat nichts mit Bravheit zu tun – das ist eine Kampfansage an jedes Performance-Fahrzeug mit Verbrennungsmotor.

Marke, Modell, Klasse: Ioniq wird radikal

Hyundai hat mit dem Ioniq 5 N ein Elektrofahrzeug auf die Straße gestellt, das sich aus der Komfortzone verabschiedet hat. Die N-Abteilung, bekannt aus Modellen wie dem i30 N oder i20 N, bringt ihre Motorsport-DNA erstmals in ein reines Stromfahrzeug. Das Resultat: ein Performance-Crossover-SUV mit extremer Ausrichtung auf Strecke und sportliches Fahrverhalten.

Das Segment ist klar definiert: vollelektrischer Allrad-Hot-Hatch auf Crossover-Basis. Kein SUV fürs Gelände, sondern ein Tracktool mit Straßenzulassung. 4,71 Meter lang, 1,94 Meter breit, 1,58 Meter hoch – der Ioniq 5 N wirkt bullig, aber nicht plump. Der Radstand von 3.000 Millimetern sorgt für satte Straßenlage und genügend Raum für Akku, Technik und Insassen.

Hyundai

Exterieur: Aggression in Serie

Das Außendesign ist kein Zufall. Tiefer gelegte Frontpartie mit vergrößerten Lufteinlässen, markante Schweller, breiter Diffusor mit integriertem Bremslicht, N-Heckspoiler – jedes Bauteil hat aerodynamische oder thermische Funktion. Kein Zierwerk, sondern Mittel zum Zweck. Das Tagfahrlicht ist pixelartig gestaltet und unterstreicht die Hightech-DNA.

Die Felgen sind 21 Zoll groß und tragen Pirelli P Zero-Reifen im Format 275/35 R21. Kein Showelement, sondern notwendig, um die Leistung effizient auf die Straße zu bringen. In Verbindung mit den muskulösen Radhäusern ergibt sich eine Optik, die den Unterschied zum Serien-Ioniq 5 mehr als deutlich macht.

Systemleistung: 650 PS mit Timing

Im Standardmodus bringt der Ioniq 5 N bereits 609 PS (448 kW) auf die Straße. Für zehn Sekunden lässt sich mit dem N-Grin-Boost ein zusätzlicher Schub auf 478 kW (650 PS) freischalten. Das maximale Drehmoment beträgt 770 Newtonmeter. Der Sprint auf 100 km/h gelingt in 3,4 Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit endet bei 260 km/h.

Die beiden Elektromotoren – je einer an Vorder- und Hinterachse – arbeiten in millisekundengenauer Abstimmung. Die Kraftverteilung wird permanent angepasst. Launch-Control, e-LSD an der Hinterachse, einstellbare Torque-Vectoring-Logik – der Ioniq 5 N agiert wie ein elektronisch geschärftes Skalpell auf Rädern.

Akku und Ladezeiten: Hochspannung serienmäßig

84 kWh brutto liefert der Lithium-Ionen-Akku. Die Spannungsebene liegt bei 800 Volt. An einer entsprechenden DC-Säule lässt sich der Akku mit bis zu 350 kW laden. 10 auf 80 Prozent? Keine 20 Minuten. Dank Batterie-Vorkonditionierung wird der Akku bei Bedarf vorgewärmt oder gekühlt, um Ladezeit und Lebensdauer zu optimieren.

Im WLTP-Zyklus schafft der Ioniq 5 N bis zu 448 Kilometer. Wer den Drift-Modus ausreizt, wird diesen Wert natürlich nicht erreichen. Doch Hyundai hat verstanden: Wer Leistung will, braucht Ladegeschwindigkeit. Die Alltagstauglichkeit leidet nicht, solange die Infrastruktur mitspielt.

Hyundai

Fahrwerk, Lenkung und Klang: Präzision trifft Simulation

Die Dämpfer sind adaptiv und werden durch ein intelligentes Steuergerät in Echtzeit angepasst. Das Fahrverhalten bleibt auch bei hohem Tempo stabil und vertrauenswürdig. Die Bremsanlage mit 400-mm-Scheiben vorn, 360 mm hinten, sorgt für standfeste Verzögerung. Die Pirelli-Reifen liefern konstanten Grip – auch im Drift.

Der Ioniq 5 N verfügt über die „N Active Sound+“-Technologie. Drei Klangprofile simulieren Motoren: „Ignition“, „Evolution“ und „Supersonic“. Zusätzlich gibt es das „N e-Shift“-System. Es erzeugt künstlich Schaltvorgänge und Drehmomentunterbrechungen, um ein klassisches Fahrgefühl zu erzeugen. Keine Notwendigkeit – aber eine Entscheidung für Fahrer, die Kontrolle auch akustisch wahrnehmen wollen.

Innenraum und Ausstattung: Klar, kantig, funktional

Im Cockpit des Hyundai Ioniq 5 N spürt man sofort, dass hier nicht Komfort, sondern Kontrolle im Mittelpunkt steht. Die Sportsitze sind tief montiert, bieten ausgeprägte Seitenwangen und festen Halt – perfekt für forcierte Kurvenfahrten. Integrierte Kopfstützen, das geprägte N-Logo und farbige Ziernähte setzen klare Akzente. Die Sitzbezüge bestehen aus einer Mischung aus Leder und Alcantara, optional sind belüftete Sitze erhältlich. Das Lenkrad ist unten abgeflacht, griffig, mit zwei individuell programmierbaren N-Tasten, die direkte Eingriffe in Fahrmodus, Klangprofil oder Boost-Aktivierung ermöglichen.

Vor dem Fahrer liegen zwei 12,3-Zoll-Displays in einem durchgehenden Glasrahmen: Links die digitale Instrumenteneinheit mit konfigurierbarer Track-Ansicht, rechts das zentrale Infotainment-System mit erweiterten Telemetrie-Funktionen. Dazu zählt unter anderem die Anzeige von Batterietemperatur, Reifentemperatur, G-Kräften, Rundenzeiten und Leistungsabgabe pro Achse. Im N-Modus werden zudem Beschleunigungsdaten in Echtzeit eingeblendet. Die Software läuft flüssig, reagiert präzise und ist logisch strukturiert – angepasst an sportliches Fahren ohne ablenkende Spielereien.

Trotz aller Rennstreckenorientierung ist der Innenraum praktisch nutzbar. Die feststehende Mittelkonsole mit verstärktem Seitengriff dient als zusätzlicher Stabilisator bei dynamischer Fahrweise. Ablageflächen sind vorhanden, Getränkehalter ebenfalls. Die Rückbank bleibt vollwertig: Drei Personen sitzen hinten ohne Einschränkungen, der Einstieg gelingt trotz sportlicher Tieferlegung problemlos. Der Kofferraum fasst 480 Liter, umklappbar erweitert sich das Volumen deutlich. Vorn unter der Fronthaube liegt ein zusätzlicher Stauraum mit 24 Litern – ideal für Ladekabel oder Werkzeug. Funktionalität trifft auf Fahrfokus – kompromisslos und klar strukturiert.

Sicherheit und Assistenzsysteme: Scharf und wachsam

Das Modell ist mit dem kompletten Hyundai SmartSense-Paket ausgestattet. Autobahnassistent, Querverkehrwarner, Totwinkelkamera, adaptive Matrix-LED-Scheinwerfer und ein Head-up-Display mit Track-Ansicht sind an Bord. Der Ioniq 5 N schützt nicht nur, er greift gezielt ein, wenn Dynamik zu Instabilität zu werden droht.

Über eine separate N-Taste im Lenkrad lassen sich sämtliche Systeme direkt abrufen oder abschalten. Der Fahrer hat jederzeit die Kontrolle. Keine ständige Warnkaskade, sondern ein gezieltes Sicherheitssystem, das auf Performance und Präzision abgestimmt ist.

Hyundai

Markenstrategie und Position im Portfolio

Innerhalb der Hyundai-Palette markiert der Ioniq 5 N eine neue Linie. Er ist nicht einfach eine stärkere Version des Ioniq 5. Er ist der Beginn einer ganzen Generation von elektrischen N-Modellen. Das Fahrzeug hat eigene Kühltechnik, eigene Softwarearchitektur, eigene Fahrwerkslogik. Es handelt sich um ein eigenes Entwicklungsprogramm.

Hyundai demonstriert mit dem Ioniq 5 N, dass man elektrische Hochleistungsfahrzeuge nicht aus Europa oder Kalifornien importieren muss. Südkorea mischt die Szene auf – mit klarer Handschrift. Die N-Modelle zielen nicht auf Kompromissfahrer. Sie zielen auf Fahrer, die ihr Fahrzeug nicht diskutieren, sondern erleben.

Preis, Verfügbarkeit und Optionen

Der Einstiegspreis für den Hyundai Ioniq 5 N liegt bei rund 74.900 Euro. Lackierungen wie „Performance Blue“ kosten Aufpreis, ebenso wie Sitzheizung hinten oder Head-up-Display mit erweiterten Funktionen. Die 21-Zoll-Felgen und Pirelli P Zero-Reifen sind serienmäßig.

Mit Blick auf Ausstattung, Leistung und Ladefähigkeit positioniert sich das Modell preislich unter vergleichbaren Performance-Stromern von Audi, BMW oder Porsche. Allerdings mit einem klar anderen Fokus: kein Luxus im klassischen Sinn, sondern Fahrmaschine mit Alltagslizenz. Lieferzeiten liegen derzeit bei rund vier bis sechs Monaten – je nach Konfiguration.

Hyundai

Wer mithalten will, muss liefern

Der Hyundai Ioniq 5 N zielt auf Gegner, die bisher das Performance-Elektrosegment dominiert haben. Der stärkste Konkurrent? Der Kia EV6 GT. Beide Modelle stammen aus dem gleichen Konzern, teilen sich die E-GMP-Plattform, gehen aber unterschiedlich an die Sache heran. Während der Kia EV6 GT mit ebenfalls 430 kW (585 PS), Allradantrieb und 3,5 Sekunden auf 100 km/h auftritt, bleibt er insgesamt komfortorientierter – weniger aggressiv abgestimmt, weniger kompromisslos auf Fahrdynamik getrimmt.

Der Ioniq 5 N legt nicht nur bei der Leistung nach, sondern auch bei der Emotionalität. Drift-Modus, simuliertes Schalten, renntaugliches Kühlmanagement und ein eigenständiges Fahrwerkssetup lassen keinen Zweifel: Wer sich im Segment der elektrischen Performance-Fahrzeuge anlegen will, muss mehr als nur Daten liefern. Der Ioniq 5 N ist kein getarnter Familienwagen mit Power – er ist ein Statement auf vier Rädern. Der Wettbewerb? Kann sich nun warm anziehen.

Peugeot 2008 - in Weiß bei Automagazin Plus
© Peugeot Kommunikation
Favicon von Automagazin Plus Crossover
Peugeot 2008
Der vielseitige Crossover – Perfekt für Stadt und Land
Ford Puma Gen-E - Heck- und Seitenansicht bei Automagazin Plus
© The Ford Motor Company
Favicon von Automagazin Plus SUV & Geländewagen
Ford Puma Gen-E
Elektrische Raubkatze mit Biss
Dacia Sandero Stepway - Heck- und Seitenansicht bei Automagazin Plus
© Renault Deutschland AG
Favicon von Automagazin Plus SUV & Geländewagen
Dacia Sandero Stepway
Robust, stylisch, bezahlbar
Genesis GV60 - Heck- und Seitenansicht bei Automagazin Plus
© Genesis Motor Europe
Favicon von Automagazin Plus SUV & Geländewagen
Genesis GV60
Der Auftritt eines Herausforderers
Toyota Crown Signia - Front- und Seitenansicht bei Automagazin Plus
© Toyota Deutschland GmbH
Favicon von Automagazin Plus SUV & Geländewagen
Toyota Crown Signia
Hybridtechnik im Crossoverformat neu gedacht
Ford Mustang Mach-E GT - Heck- und Seitenansicht bei Automagazin Plus
© The Ford Motor Company
Favicon von Automagazin Plus SUV & Geländewagen
Ford Mustang Mach-E GT
Elektropferd im Realitätscheck