Hyundai i10

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Kompakter Charakter mit klarem Anspruch

Wer denkt, das Segment der Kleinstwagen sei frei von Anspruch oder Ambition, hat den Hyundai i10 noch nicht gefahren.

Der südkoreanische Hersteller Hyundai bringt mit dem aktuellen i10 ein Modell auf die Straße, das sich in der Klasse der City-Cars bemerkenswert kraftvoll positioniert. Entwickelt für den Alltag, gebaut für maximale Effizienz und konstruiert mit einem kompromisslosen Fokus auf Funktionalität.

Der i10 tritt gegen etablierte Namen wie den VW up! oder Kia Picanto an und zieht dabei seine Argumente nicht aus aufgesetzter Attitüde, sondern aus Fakten, Technik und einem klaren Designstatement.

Hyundai

Markantes Design trifft klare Proportionen

Der Hyundai i10 steht selbstbewusst auf der Straße. Klare Linien, flache Front, aufrecht gezogene Heckpartie – der Kleine braucht kein Lametta, um aufzufallen. Der Kühlergrill ist breit und tief angesetzt, mit markanter Wabenstruktur und integrierten LED-Tagfahrlichtern. Das sorgt nicht nur für Wiedererkennungswert, sondern verleiht dem Fahrzeug eine bullige Präsenz, die in dieser Klasse Seltenheitswert hat.

Die seitlich nach hinten ansteigende Schulterlinie verstärkt die optische Dynamik. Der kurze Überhang an Front und Heck bringt die Proportionen in Einklang mit der Funktion. Wer genauer hinsieht, entdeckt an den Details wie Außenspiegeln, Türgriffen und Rückleuchten eine kompromisslose Abstimmung auf Alltag und Aerodynamik. Der cw-Wert liegt bei 0,31 – für einen Kleinstwagen ein solider Wert.

Mit einer Gesamtlänge von 3.670 mm, einer Breite von 1.680 mm und einer Höhe von 1.480 mm bleibt der i10 kompakt genug für enge Parklücken. Der Radstand von 2.425 mm sorgt gleichzeitig für stabile Fahreigenschaften. Im Kofferraum lassen sich 252 Liter verstauen, mit umgeklappter Rücksitzbank wächst das Volumen auf 1.050 Liter – ein echter Pluspunkt, wenn Funktionalität im Vordergrund steht.

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Innenraum: Vernunft trifft Wertigkeit

Innen zeigt sich der i10 aufgeräumt, direkt und absolut zweckorientiert. Die Sitze vorne sind straff gepolstert, geben ordentlichen Seitenhalt und ermöglichen auch größeren Fahrern eine angenehme Sitzposition. Im Fond ist der Platz für zwei Erwachsene akzeptabel – kein Lounge-Feeling, aber keine Qual. Kopf- und Kniefreiheit genügen für mittlere Distanzen und tägliche Wege.

Die Materialauswahl wirkt solide. Hartplastik dominiert, wird aber durch Strukturprägungen und gezielte Farbakzente aufgelockert. Die Haptik ist ehrlicher Natur, nichts knarzt, nichts wirkt nachlässig. Die Verarbeitungsqualität liegt über dem Klassenschnitt. Wer mehr erwartet, kann zur Ausstattungslinie N Line greifen, die mit sportlichen Details wie roten Nähten, Aluminium-Pedalen und einem griffigeren Lenkrad auftritt.

Was allerdings fehlt, ist ein echtes optisches Statement. Das Interieur wirkt zwar funktional, bleibt aber mutlos. Grau in Grau zieht sich durch die gesamte Armaturentafel, die Designlinie verläuft ohne Höhepunkt. Wer erwartet, dass ein moderner Kleinwagen auch visuell etwas wagt, wird enttäuscht. Der Innenraum wirkt bieder, fast konservativ. Es fehlt an Charakter, an eigenständiger Handschrift. Die wenigen farblichen Akzente retten hier nur wenig.

Das Infotainmentsystem integriert ein 8-Zoll-Touchdisplay mit klarer Menüstruktur. Apple CarPlay und Android Auto gehören ab der Trend-Ausstattung zur Serienausstattung. Die Bedienung erfolgt intuitiv, sämtliche Menüpunkte sind logisch angeordnet und schnell erreichbar. Praktisch: Auch physische Tasten für Lautstärke und Schnellzugriff bleiben erhalten. Das System selbst ist funktional – optisch jedoch integriert es sich nur nüchtern ins Armaturenbrett, ohne ein klares visuelles Zentrum zu bilden. eigenständiger Handschrift. Die wenigen farblichen Akzente retten hier nur wenig.

Benziner mit klarem Charakter

Unter der Frontabdeckung arbeiten zwei Varianten konventioneller Saugbenziner – keine Turbos, kein Hybrid, sondern reine Mechanik. Der 1.0-MPI bringt 67 PS (49 kW) und 96 Nm auf die Straße. Für urbane Räume mehr als ausreichend. Wer mehr Reserven möchte, greift zum 1.2-MPI mit 84 PS (62 kW) und 118 Nm Drehmoment.

Beide Motoren sind wahlweise mit einem manuellen Fünfgang-Getriebe oder einem automatisierten Schaltgetriebe (AMT) verfügbar. Letzteres schaltet sauber, aber spürbar verzögert – keine Sportskanone, aber für den Stadtbetrieb absolut tauglich. Der Antrieb erfolgt stets über die Vorderräder.

In Sachen Leistung sprintet der kleinere Motor in 14,6 Sekunden auf 100 km/h, der stärkere schafft den Sprint in 12,6 Sekunden. Die Höchstgeschwindigkeiten liegen bei 156 bzw. 171 km/h. Der Verbrauch pendelt sich bei 5,4 bis 5,7 Litern ein, abhängig von Getriebe und Ausstattung. CO₂-Emissionen zwischen 121 und 128 g/km stehen auf dem Datenblatt. Euro 6d ist Standard.

Fahrwerk und Technik: Kompromisslos solide

Das Fahrwerk des i10 meistert den Balanceakt zwischen Komfort und direkter Rückmeldung. Kein Wanken, kein Schwimmen – dafür aber eine feinfühlige Federung, die Unebenheiten gelassen absorbiert. McPherson-Federbeine an der Vorderachse und eine Verbundlenkerachse hinten sorgen für Fahrstabilität ohne unnötigen Ballast.

Die Bremsen packen standfest zu. Vorne kommen Scheiben, hinten Trommeln zum Einsatz. Das Reifendruckkontrollsystem ist serienmäßig an Bord. Je nach Ausstattung fährt der i10 auf 14- bis 16-Zoll-Felgen mit Reifen der Dimension 175/65 R14 bis 195/45 R16. Wer auf Optik achtet, entscheidet sich für die stylischen Leichtmetallräder der höheren Linien.

Praxisgerechtes Fahrverhalten

Im Alltag macht sich der Hyundai i10 sofort bezahlt. Die elektrische Servolenkung arbeitet präzise und leichtgängig. Besonders in engen Parkhäusern oder bei Wendemanövern punktet der i10 mit einem Wendekreis von nur 9,4 Metern. Wer viel in der Stadt unterwegs ist, schätzt diese Eigenschaft schnell.

Auch auf der Landstraße lässt sich der i10 gut dirigieren. Die Lenkung gibt ausreichend Rückmeldung, das Fahrverhalten bleibt neutral. Bei zügiger Kurvenfahrt hält sich die Seitenneigung im Rahmen. Auf der Autobahn ist der i10 kein Langstreckenfahrzeug im klassischen Sinn, doch bei Richtgeschwindigkeit bleibt er kontrollierbar und komfortabel genug, um auch mal längere Etappen zu absolvieren.

Die Geräuschdämmung fällt besser aus als erwartet. Windgeräusche sind moderat, das Motorengeräusch bleibt unter 4.000 U/min zurückhaltend. Erst bei hoher Drehzahl wird der Dreizylinder präsenter – typisch für Saugmotoren in dieser Klasse.

Sicherheit: Souverän auch im Ernstfall

Sicherheit ist bei Hyundai längst Standard – auch im Kleinwagensegment. Der i10 bringt serienmäßig einen aktiven Spurhalteassistenten mit Lenkunterstützung, einen Notbremsassistenten mit Fußgängererkennung, Fernlichtassistent und Müdigkeitserkennung. Damit ist er technisch auf Höhe vieler Fahrzeuge der Kompaktklasse.

Optional lassen sich Totwinkelassistent, Querverkehrwarner hinten und ein autonomer Notbremsassistent mit Radfahrererkennung ergänzen. Das Sicherheitsniveau ist damit bemerkenswert hoch. Im Euro NCAP-Test erzielt der i10 vier von fünf Sternen – ein solides Ergebnis, insbesondere im Kontext seiner Fahrzeuggröße.

Passiv sorgt eine steife Karosseriestruktur aus hochfestem Stahl für Sicherheit. Sechs Airbags und Gurtstraffer gehören zur Serienausstattung. Der Bremsweg aus 100 km/h bleibt unter 39 Metern – für ein Fahrzeug dieser Gewichtsklasse absolut überzeugend.

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Klare Position im Wettbewerb

Der Hyundai i10 setzt sich gegen Konkurrenten wie den VW up!, Picanto - Ein Schlagwort bei Automagazin Plus ' class='internal_link'> Kia Picanto oder Fiat Panda mit messbaren Vorteilen durch. Er ist kein Modeauto, sondern ein Arbeitstier im besten Sinn. Während andere auf Lifestyle-Inszenierung setzen, überzeugt der i10 mit Raumökonomie, Sicherheitsausstattung und robuster Technik.

Einziger Wermutstropfen: Wer Dynamik sucht, wird hier nicht glücklich. Die Motorisierung verzichtet auf Turbo oder Hybrid, was sich beim Durchzug und der Elastizität zeigt. Auch das automatisierte Getriebe ist keine Offenbarung – es erledigt seinen Job, aber emotionslos.

Wer jedoch ein Auto für den Alltag braucht, das zuverlässig, wirtschaftlich und technisch durchdacht arbeitet, fährt mit dem i10 richtig. Besonders als Zweitwagen oder für Pendler mit klaren Anforderungen ein durchdachter Kandidat.

Preisgestaltung

Der Hyundai i10 startet bei 13.990 Euro in der Ausstattungslinie Pure mit dem 1.0-Liter-Dreizylinder. Wer mehr Ausstattung oder Leistung will, landet bei knapp 19.000 Euro in der Prime-Ausstattung mit 1.2-Liter-Motor und Automatik. Die N Line startet bei 18.390 Euro und bringt sportliche Designmerkmale ins Spiel.

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