DS Automobiles No. 8

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DS Automobiles No. 8 - Heck- und Seitenansicht - bei Automagazin Plus DS Automobiles No. 8 - Seitenansicht - bei Automagazin Plus DS Automobiles No. 8 - Innenraum Cockpit - bei Automagazin Plus DS Automobiles No. 8 - Innenraum Lenkrad und Beleuchtung - bei Automagazin Plus DS Automobiles No. 8 - Innenraum Rücksitze - bei Automagazin Plus DS Automobiles No. 8 - Front- und Seitenansicht auf der Straße - bei Automagazin Plus

Zielkurs: Premiumklasse

Frankreich war nie leise, wenn es um Design ging – aber selten so konsequent. Mit dem DS No. 8 schickt DS Automobiles ein Fahrzeug auf die Straße, das sich jeder üblichen Kategorisierung entzieht. Kein reines SUV, keine klassische Limousine, kein typisches Coupé – sondern ein elektrischer Hybrid aus Eleganz, Technik und Anspruch. Gebaut auf der STLA-Medium-Plattform, designt wie ein Pariser Laufsteg, ausgestattet mit allem, was modernes Fahren ausmacht.

DS Automobiles hat sich in den letzten Jahren von der Stellantis-Nische zur elektrischen Stilinstanz entwickelt. Der No. 8 ist die selbstbewusste Antwort auf ein Premiumsegment, das sich oft zu sehr auf Markenimage und zu wenig auf Substanz verlässt. Hier geht es nicht darum, deutsche Hersteller zu imitieren – hier geht es darum, sie zu überholen. Leise. Luxuriös. Mit Haltung.

Das Ergebnis: ein 4.790 mm langer Stromer mit 2.890 mm Radstand, 1.905 mm Breite und einer coupéhaften Dachlinie, die nicht in Richtung Praktikabilität, sondern Charakter zieht. Mit 0,26 cw-Wert und 545 Liter Kofferraumvolumen liefert der DS No. 8 nicht nur optisch, sondern auch technisch. Was zählt: Er wirkt wie kein anderer. Und fährt sich genau so.

DS

Innenraum mit Sogwirkung

Der DS No. 8 liefert im Innenraum keine technokratische Nüchternheit, sondern französischen Eskapismus. Materialien wie handverarbeitetes Nappaleder, Alcantara, Aluminium und geprägtes Gewebe treffen auf eine digitale Landschaft, die wie aus einem Science-Fiction-Film wirkt. Das 21-Zoll-Hauptdisplay schwebt frei, die Bedienflächen sind in die Verkleidung eingelassen. "DS IRIS" nennt sich das System – eine eigene Sprachsteuerung, die überraschend zuverlässig, schnell und kontextsensitiv funktioniert.

Die Sitze sind ein Erlebnis für sich: mehrstufig beheizt, belüftet und mit achtfach einstellbarer Massagefunktion ausgerüstet. Hier sitzt man nicht – hier residiert man. Auch im Fond bleibt der Anspruch erhalten. Selbst großgewachsene Mitreisende finden üppige Beinfreiheit und Lounge-Komfort. Der DS No. 8 verzichtet bewusst auf aggressive Sportlichkeit. Stattdessen setzt er auf Ruhe, Fokus, Isolation. Eine Fahrt in diesem Innenraum fühlt sich an wie ein Rückzug in eine schalldichte Komfortsphäre.

Neben dem Geruch (eigene Duftkompositionen), Klang (unsichtbares Sounddesign) und Licht (multizonenfähige Ambientebeleuchtung) kommt auch die Haptik nicht zu kurz. Die Materialien reagieren auf Berührung. Temperatur, Textur, Widerstand – alles wirkt kontrolliert, fein abgestimmt, auf Luxus kalibriert. Dieses Interieur ist ein bewusstes Gegenmodell zur rationalen, kühlen Tech-Ästhetik deutscher Premiumhersteller.

Elektrisch, souverän, charaktervoll

DS Automobiles setzt beim No. 8 in der Startversion auf einen 157-kW-Frontantrieb – also 210 PS, 345 Nm Drehmoment. Das reicht für 0–100 km/h in unter neun Sekunden. Die Spitze ist bei etwa 180 km/h erreicht. Kein Sportler, kein Beschleunigungsmonster – aber ein souveräner Gleiter, der auf Langstrecke glänzt. Das Aggregat arbeitet leise, vibrationsfrei, mit linearem Vortrieb. Wer will, kann die Charakteristik über vier Fahrmodi anpassen. Sport bleibt zurückhaltend, Comfort dominiert.

Was wirklich überzeugt, ist das Zusammenspiel mit dem Fahrwerk. "DS Active Scan Suspension" analysiert mit Frontkamera permanent die Fahrbahn und regelt die Dämpfer pro Rad individuell. Das Ergebnis: eine fast unheimliche Ruhe, selbst auf grobem Asphalt. Unebenheiten verschwinden, Karosseriebewegungen sind kaum spürbar. Wer einmal mit 140 km/h über eine Bodenwelle gefahren ist, ohne dass das Fahrzeug nachfedert, versteht den Anspruch. Dieses System hebt sich vom Gewohnten ab – nicht nur technisch, sondern emotional.

Auch das Geräuschniveau passt dazu. Kein Dröhnen, kein Windfiepen, kein Abrollen wie im Transporter. Die Scheiben, Türdichtungen und Radhausverkleidungen dämmen souverän. Wer den No. 8 fährt, steigt leiser aus, als er eingestiegen ist. Ein französischer Luxusraum auf Rädern – mit eigenem Rhythmus, eigenem Tempo, eigener Handschrift.

DS

Langstreckentauglich ohne Wenn und Aber

Die Batterie bringt es netto auf 98 kWh – brutto vermutlich noch etwas mehr. Damit fährt der DS No. 8 bis zu 700 km weit (WLTP). Das ist keine vage Herstellerangabe, sondern ein belastbarer Wert, der auch in der Realität über 600 Kilometer zulässt. Die Effizienz ist hoch, der cw-Wert niedrig, das Thermomanagement durchdacht. Selbst bei 130 km/h pendelt sich der Verbrauch um die 18 kWh ein – ein Topwert für ein Fahrzeug mit diesem Format.

Geladen wird dreiphasig mit 11 kW AC oder bis zu 160 kW DC. Die Ladezeit von 10 auf 80 Prozent beträgt unter optimalen Bedingungen rund 25 Minuten. Praktisch: Das Navi integriert Ladepunkte und schlägt Alternativen vor. DS setzt auf ein eigenes Frontend mit Echtzeitdaten und Preisinformationen. Die Ladehistorie lässt sich auswerten, die Ladeleistung wird temperaturabhängig optimiert. Das Managementsystem denkt mit – und handelt spürbar effizienter als bei vielen Wettbewerbern.

Die Batterie ist flüssig temperiert, crashgeschützt und im Unterboden integriert. Die Zellchemie stammt aus eigener Produktion im Stellantis-Konzernverbund. Diese Integration erlaubt niedrigen Schwerpunkt, optimale Raumnutzung und weniger Kabelsalat. Der No. 8 fährt sich wie aus einem Guss. Und das liegt nicht nur am Antrieb – sondern an der intelligenten Verpackung.

Komfortmaschine mit Präzision

20-Zoll-Räder mit aerodynamischen Einsätzen, große Reifenaufstandsfläche, aktive Dämpfer, flache Sitzposition – der DS No. 8 bleibt auch bei hohen Geschwindigkeiten gelassen. Das Lenkgefühl ist synthetisch, aber präzise. Keine Hektik, kein Nachjustieren – alles fließt. Kurvenfahrten verlaufen neutral, ohne Wanken. Der Wagen neigt nicht zum Schieben oder Untersteuern. Traktion ist konstant gegeben, selbst bei nasser Fahrbahn.

Die Bremsanlage überzeugt mit schneller Rückmeldung und nachvollziehbarem Pedalgefühl. Rekuperation kann in zwei Stufen aktiviert werden. Wer will, fährt fast vollständig mit einem Pedal – aber ohne abrupten Anker. Die Übergänge wirken weich, die Verzögerung ist konstant. Auch nach mehreren Bremsvorgängen bleibt die Anlage kühl und dosierbar. Gerade im Stadtverkehr ein echtes Komfortplus.

Dank der präzisen Achsgeometrie und der digitalen Assistenzsysteme fühlt sich das Fahrzeug kleiner an, als es ist. Manövrieren gelingt leicht, die Rundumsicht ist durch Kameras und Sensorik gegeben. Im Parkhaus, auf der Landstraße oder beim Spurwechsel – das Vertrauen ins Fahrzeug bleibt konstant hoch.

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Vollausstattung mit Tiefgang

DS Automobiles packt alles rein, was moderne Assistenzsysteme heute können. Stauassistent mit Stop&Go, aktiver Spurwechsel, Abstandstempomat mit Lenkeingriff, Totwinkelüberwachung mit Gegenlenken, Notbremssystem mit Fußgängererkennung, Nachtsichtkamera mit Wärmesensor. Dazu: Verkehrszeichenerkennung, Head-up-Display, 360-Grad-Kameras, automatische Parkfunktion. Alles da – und mehr.

Die Matrix-LED-Leuchten sind adaptiv, blenden aktiv aus und folgen Kurven. Besonders stark: Das Nachtsichtsystem erkennt Tiere und Menschen im Dunkeln bis zu 100 Metern voraus. Diese Technologie stammt aus dem Militärbereich – und macht hier einfach Sinn. Wer viel fährt, nachts unterwegs ist oder regelmäßig Landstraßen nutzt, wird diese Funktion nicht mehr missen wollen.

Passiv schützt der No. 8 mit neun Airbags, verstärkter Aluminiumstruktur, optimierten Knautschzonen und einem Sensorsystem, das vor dem Aufprall reagiert. Ob Euro NCAP den DS mit fünf Sternen bewertet, ist sekundär. Entscheidend ist, dass hier nicht nur das Pflichtprogramm erfüllt wird – sondern die Technik konsequent weitergedacht wurde.

Preislich Premium – inhaltlich eigenständig

Mit einem Einstiegspreis unter 60.000 Euro positioniert sich der DS No. 8 knapp unterhalb der etablierten Größen. Wer das volle Programm wählt, kratzt an der 80.000-Euro-Marke – inklusive Zweimotoren-Allradversion und Luxusausstattung. Doch der Preis ist mehr als gerechtfertigt. Denn man bekommt: echtes Design, herausragende Materialien, Langstreckenreichweite und technische Tiefe.

Die Konkurrenz ist klar: BMW i4, Audi Q6 e-tron Sportback, Mercedes EQE SUV. Doch keiner davon fährt sich wie der DS No. 8. Der Franzose hat mehr Charme, mehr Mut zur Form, mehr Komfort. Er will nicht deutscher als die Deutschen sein. Er will französischer Luxus neu denken. Und genau das gelingt ihm.

Wer ein Fahrzeug sucht, das keine Kopie, sondern ein eigenständiges Statement ist, wird hier fündig. Der DS No. 8 fährt nicht einfach elektrisch. Er fährt mit Haltung. Und das – in dieser Klasse – ist selten geworden.

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Zukunftsperspektive: Was folgt nach dem No. 8?

Der DS No. 8 markiert nicht das Ende einer Entwicklung – sondern ihren Auftakt. DS Automobiles plant eine komplette Umstellung auf vollelektrische Modelle bis spätestens 2025. Der No. 8 ist dabei der erste Vertreter einer neuen Design- und Technikgeneration, die auf Modularität, Reichweite und Personalisierung setzt. Künftige Modelle der Marke werden auf derselben STLA-Medium-Plattform aufbauen, mit neuen Akkukonzepten, Allradantrieben und autonomer Fahrlogik der Stufe 3.

Was folgt, ist ein elektrifiziertes Ökosystem – mit smarter Infrastruktur, Over-the-Air-Funktionalitäten, Ladeoptimierung via KI und Integration ins Smart Home. Die Fahrzeugarchitektur ist bereits darauf ausgelegt. Der No. 8 wird so zum zentralen Baustein eines digitalen Mobilitätsportfolios, das weit über klassische Automobilnutzung hinausgeht. Auch das Abo-Modell „DS Only You“ wird erweitert – inklusive Concierge-Service, Lounge-Nutzung, Eventzugang und On-Demand-Features.

Frankreich will mit DS mehr als nur Autos bauen. Es geht um das Versprechen, Mobilität neu zu denken. Design, Technik und digitale Services verschmelzen bei DS zu einem Gesamtbild, das deutlich über den reinen Fahrzeugverkauf hinausgeht. Wer heute in einen No. 8 einsteigt, entscheidet sich nicht nur für ein Auto – sondern für ein System mit Zukunft.

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