Bentley Batur The Black Rose

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Bentley Batur The Black Rose - Seitenansicht - bei Automagazin Plus Bentley Batur The Black Rose - Heck- und Seitenansicht - bei Automagazin Plus Bentley Batur The Black Rose - Front- und Seitenansicht rechts - bei Automagazin Plus Bentley Batur The Black Rose - Reifen und Felge - bei Automagazin Plus Bentley Batur The Black Rose - Innenraum - bei Automagazin Plus Bentley Batur The Black Rose - Mulliner Schriftzug - bei Automagazin Plus

Der schwarze Aufschlag

Bentley Motors Ltd. – gegründet 1919 von Walter Owen Bentley – steht wie kaum ein anderer Name für britische Automobilkunst mit maximalem Anspruch an Luxus, Performance und Handarbeit. In Crewe, England, entstehen unter der Leitung von Mulliner Fahrzeuge, die nicht nur durch Zahlen beeindrucken, sondern durch das, was man nicht messen kann: Stil, Substanz und Individualität. Seit über einem Jahrhundert schreibt Bentley Geschichte mit Modellen wie dem Continental GT, dem Mulsanne oder dem Flying Spur – doch der Batur The Black Rose bricht mit allem, was vorher war.

Der Batur The Black Rose ist das Resultat eines radikalen Denkens. Kein weiteres Sondermodell, kein Nummernspiel, sondern eine finale Hommage an den legendären W12-Motor. Was hier gefertigt wurde, ist das Ergebnis aus Erfahrung, Macht und Ästhetik. Die Limitierung auf 18 Fahrzeuge ist keine PR-Maßnahme, sondern Ausdruck eines kompromisslosen Anspruchs: mehr geht nicht – technisch, visuell, emotional.

Die Lackierung ist das sichtbare Versprechen dieser Ideologie. Die namensgebende „Black Rose“-Optik kombiniert tiefschwarze Grundierung mit 3D-gedruckten Roségold-Akzenten, die in ihrer Komplexität einzigartig sind. Kein Lack, sondern ein mehrschichtiger Aufbau aus Metallpigment, Glaspartikeln und lichtaktiven Komponenten. Bentley geht damit über konventionelles Design hinaus und betritt visuell einen Raum, der bislang nur für Konzeptfahrzeuge vorgesehen war.

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Karosserie und Form: Kraft in geometrischer Disziplin

Mit einer Länge von 5.300 mm, einem Radstand von 3.065 mm und einer Breite von 2.005 mm besitzt der Batur eine Straßenpräsenz, die ihresgleichen sucht. Die Höhe liegt bei 1.485 mm. Die Proportionen sind langgezogen, tief und dominant. Die Seitenlinie zieht sich messerscharf vom Frontkotflügel über die Türen bis zum Heckabschluss. Alles wirkt auf Spannung gezeichnet, kein Überhang ist zufällig. Der neu gestaltete Matrixgrill dominiert die Frontpartie. Das Grillgitter ist durchzogen von feinen Roségold-Akzenten, die je nach Lichtfall changieren. Vorn kommen adaptive LED-Matrixscheinwerfer zum Einsatz, die eine homogene Ausleuchtung auch in Spitzkehren garantieren. Der Kühllufteinlass unterhalb der Frontschürze ist tief gezogen und integriert aktiv gesteuerte Klappen zur Luftführung.

Das Heck des Batur steht breit, stabil und kompromisslos auf der Straße. Die flache Dachlinie läuft in einen skulpturalen Diffusor aus, der durch polierte Roségold-Elemente eingefasst ist. Horizontal gezogene Rückleuchten, tief abgedunkelt und nahtlos integriert, setzen visuelle Tiefe. Die Abgasanlage endet in zwei ovalen Endrohren, eingebettet in eine Heckpartie, die weder verschnörkelt noch verspielt wirkt – sie ist Ausdruck von Druck, nicht von Eleganz.

Die komplette Karosserie ist aus Aluminium gefertigt. Türen und Kotflügel bestehen aus superplastisch verformten Bauteilen, die bei über 500 Grad Celsius in ihre endgültige Form gebracht werden. Bentley erreicht so nahezu perfekte Spaltmaße und fließende Übergänge. Ergänzt wird das Erscheinungsbild durch die nahezu unbegrenzten Individualisierungsoptionen von Mulliner: Roségoldene Embleme, Sonderlacke, lasergravierte Plaketten – beim Batur entscheidet nicht das Werk, sondern der Kunde.

Antrieb: Letzter Akt für den W12

Im Bentley Batur The Black Rose pulsiert das letzte Kapitel einer Motorenlegende. Der 6.0 Liter große W12-Biturbo leistet 750 PS (552 kW) und generiert ein gewaltiges Drehmoment von 1.000 Nm. Es handelt sich um die stärkste Ausbaustufe, die Bentley je auf die Straße gebracht hat. Überarbeitet wurde dabei nahezu jedes Bauteil: vergrößerte Ladeluftkühler, hochpräzise Turbolader mit optimierter Schaufelgeometrie und eine modifizierte Kraftstoffversorgung mit geänderten Einspritzdüsen und Hochdruckpumpen sorgen für unmittelbare Leistungsabgabe. Die Beschleunigung auf 100 km/h erfolgt in nur 3,5 Sekunden – bemerkenswert für ein Fahrzeug mit einem Leergewicht von rund 2,3 Tonnen. Die Kraftübertragung übernimmt ein Achtgang-Doppelkupplungsgetriebe, das in Echtzeit auf die Fahrweise reagiert. Schaltvorgänge erfolgen nahezu unmerklich, ohne Zugkraftunterbrechung. Das System ist direkt mit dem aktiven Allradantrieb gekoppelt, der je nach Fahrmodus eine heckbetonte Kraftverteilung zulässt. Die Endgeschwindigkeit liegt bei imposanten 335 km/h. Der W12-Motor ist quer eingebaut und überträgt seine Kraft auf alle vier Räder. Ein aktives Motorlager minimiert Vibrationen bei niedriger Drehzahl und erhöht gleichzeitig die Stabilität bei hohen Geschwindigkeiten. Die Motorsteuerung analysiert mehr als 100 Parameter pro Sekunde – darunter Ladedruck, Kurvenlage, Fahrbahnprofil und Fahrverhalten – und passt Zündung, Einspritzung und Luftzufuhr permanent an. Das Resultat: maximale Leistung bei vollständiger Kontrolle.

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Keine Elektrifizierung: Ein klares Signal

Während sich viele Hersteller von ihren Verbrennern verabschieden, geht Bentley mit dem Batur einen bewussten Gegenkurs. Kein Hybridmodul, keine elektrische Zusatzachse, keine Pufferbatterie. Der Antrieb basiert vollständig auf konventioneller Technik. Damit setzt Bentley ein finales Zeichen: Der W12 endet in Reinform.

Diese Entscheidung fällt nicht aus der Zeit, sondern aus Überzeugung. Der Batur The Black Rose wird als technisches Testament verstanden. Was danach kommt, ist elektrisch. Was hier vorliegt, ist das Endstadium klassischer Mechanik.

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Fahrwerk, Bremsen und Trägermaterial

Das Fahrwerk des Bentley Batur The Black Rose setzt auf ein adaptives Luftfedersystem mit Dreikammer-Technologie. Jede Federungseinheit verfügt über ein variables Volumen, das über elektronische Regelventile in Echtzeit angepasst wird. Damit lassen sich die Dämpfercharakteristik, Bodenfreiheit und Federwege individuell einstellen – je nach Fahrmodus und Belastung. Das System interagiert direkt mit der Fahrdynamikregelung und sorgt so für ein stets stabiles, aber sportlich abgestimmtes Fahrverhalten.

Die aktive Wankstabilisierung ist über ein 48-Volt-Bordnetz elektrisch angesteuert und arbeitet mit elektromagnetischen Aktoren, die Seitenneigungen bei schneller Kurvenfahrt entgegenwirken. In Kombination mit der Allradlenkung entsteht ein Handling, das man einem Fahrzeug dieser Größe und Masse nicht zutrauen würde. Die Hinterräder lenken bei niedrigen Geschwindigkeiten entgegengesetzt und bei hohen Geschwindigkeiten parallel zur Vorderachse, was Agilität und Spurtreue gleichermaßen steigert.

Das Chassis basiert auf einem Aluminium-Spaceframe mit zusätzlichen Versteifungen. Ein spezieller Verbundwerkstoff unter dem Fahrzeugboden dient nicht nur der Aerodynamik, sondern erhöht auch die Torsionssteifigkeit. Das Ergebnis ist eine Karosseriestruktur, die Vibrationen nahezu vollständig eliminiert und gleichzeitig genug Flexibilität für hohe Querbeschleunigungen bietet.

Fahreindruck: Kontrollierte Brutalität

Akustisch meldet sich der W12 in jeder Situation eindrucksvoll zu Wort. Bereits im Comfort-Modus brummt der Antrieb tief und druckvoll durch die Abgasanlage. Schaltet man in den Fahrmodus „Batur“, öffnen sich die aktiven Klappen vollständig. Das erzeugt ein Soundbild, das an einen Düsenstart erinnert – jedoch kontrolliert, nie kreischend, sondern souverän und mit brachialer Tiefe.

Die Lenkung arbeitet elektromechanisch, mit progressiver Übersetzung. Im Stadtverkehr angenehm leichtgängig, zeigt sie bei schneller Kurvenfahrt spürbar mehr Widerstand und Rückmeldung. Das Gefühl für die Vorderräder bleibt stets erhalten, auch bei hohen Lastwechseln. Der Übergang von Geradeauslauf zur Kurvenfahrt verläuft nahtlos, ohne Verzögerung oder Kippmoment.

Die gesamte Fahrwerks- und Antriebsabstimmung ist auf eine Kombination aus Langstreckenkomfort und Sportlichkeit ausgelegt. Die über 2,3 Tonnen Leergewicht spürt man nur beim Bremsen – ansonsten wirkt der Batur überraschend leichtfüßig. Besonders bei schnellen Richtungswechseln beeindruckt die Neutralität, mit der das System arbeitet. Kein Wanken, kein Nicken – nur maximale Stabilität bei voller Kontrolle.

Innenraum, Verarbeitung und Digitale Kommandostruktur

Mulliner hebt den Innenraum des Bentley Batur The Black Rose auf ein Niveau, das jenseits aller Serienstandards liegt. Jeder einzelne Wagen wird in enger Abstimmung mit dem Käufer gestaltet – von der Wahl der Lederfarbe bis hin zur Fadenstärke der Kontrastnähte. Edle Materialien wie strukturiertes Beluga-Leder, Alcantara, offenporiges Holz und roségoldene Akzente verschmelzen zu einem Interieur, das in Detail und Verarbeitung konkurrenzlos ist.

Die Mittelkonsole wird von einer roségoldenen Zierleiste eingefasst, die sich bis in die Türverkleidungen fortsetzt. Türgriffe, Einstiegsleisten und selbst die Bedienelemente des optionalen Naim-Soundsystems sind mit Roségold veredelt. Die Vordersitze sind nicht nur elektrisch verstellbar, sondern auch beheizt, belüftet und mit einer Massagefunktion ausgestattet. Die Memory-Funktion speichert Sitzposition, Lenkrad- und Spiegelkonfiguration individuell für jeden Fahrer.

Statt einer Rückbank verfügt der Batur über einen maßgefertigten Gepäckraum, der je nach Kundenwunsch als Humidor, maßgeschneiderter Koffereinsatz oder durch eine Glasabtrennung aufgewertet werden kann. Das digitale Cockpit umfasst ein konfigurierbares 12,3-Zoll-Display, ergänzt durch ein hochauflösendes Zentraldisplay mit Touchfunktion. Die Softwaresteuerung wurde vollständig überarbeitet und umfasst jetzt auch OTA-Updates sowie vollintegrierte Smartphone-Schnittstellen.

Assistenz und Sicherheitsarchitektur

Die Sicherheitsarchitektur im Batur The Black Rose basiert auf Bentleys neuster Plattform für semi-autonome Systeme. Adaptive LED-Matrixscheinwerfer mit Ausblendautomatik, ein kamerabasierter Fernlichtassistent sowie Nachtsicht mit Wärmebilddarstellung sorgen für maximale Sicht bei allen Lichtverhältnissen. Unterstützt wird das System durch ein 360-Grad-Kameraarray, das sowohl in der Stadt als auch beim Manövrieren auf engem Raum wertvolle Dienste leistet.

Der Abstandsregeltempomat arbeitet mit Stauassistent und erkennt neben Fahrzeugen auch Fußgänger und Radfahrer. Spurhalte-, Totwinkel- und Ausparkassistent sind serienmäßig, ebenso wie ein aktiver Bremsassistent mit Kreuzungsüberwachung. Die Software greift auf ein Zusammenspiel aus Kamera-, Radar- und Lidar-Sensorik zurück, um mögliche Gefahren frühzeitig zu erkennen und zu entschärfen.

Ein Highlight ist das adaptive Fahrwerksmanagement, das nicht nur Fahrbahnzustände analysiert, sondern auch Wetterdaten und Navigationsinformationen einbezieht. So kann sich das System bereits vor dem Erreichen von Kurven oder Unebenheiten auf die bevorstehende Fahrsituation vorbereiten. Das Ergebnis: Ein Sicherheitsgefühl, das selbst in einem Fahrzeug mit 750 PS nie von Unsicherheit begleitet wird.

Bentley

Prestige, Limitierung und Dominanz

Der Bentley Batur The Black Rose steht an der absoluten Spitze des Luxusautomobilbaus – weit über dem Continental GT Speed, dem Flying Spur Mulliner oder anderen Serienfahrzeugen aus Crewe. Er ist kein Modell für Preislisten, sondern ein Statement. Wer einen Black Rose fährt, bewegt kein Fahrzeug, sondern ein Manifest der Individualität. Mulliner bringt hier eine Ausstattungstiefe ins Spiel, die mit nichts auf dem Markt vergleichbar ist – jeder Zentimeter ist konfigurierbar, jeder Wunsch realisierbar.

Bentley richtet sich mit dem Batur The Black Rose gezielt an Sammler und Visionäre, nicht an Käufer. Die Konkurrenz ist rar und trägt Namen wie Koenigsegg Jesko, Pagani Huayra Codalunga oder Bugatti Chiron Super Sport. Doch während andere Marken auf aerodynamische Extremformen und carbonlastige Showeffekte setzen, bleibt Bentley seiner Formsprache treu – kraftvoll, reduziert, kompromisslos britisch.

Die Exklusivität ist nicht durch Marketing, sondern durch Realität gesichert: Nur 18 Exemplare weltweit – alle vergeben. Kein weiteres Fahrzeug wird produziert. Die Black Rose-Edition ist damit abgeschlossen. Jeder einzelne Wagen durchlief einen mehrstufigen Design- und Freigabeprozess, begleitet von Mulliners Chefdesignern. Der Kunde entscheidet über jedes Detail, vom Roségold-Ton der Applikationen bis zur Gravur auf der Motorabdeckung.

Der Einstiegspreis liegt bei rund 2 Millionen Euro netto. Inklusive individueller Ausstattung und Speziallackierungen sind Endpreise von über 2,5 Millionen Euro dokumentiert. Vertragsklauseln regeln die Weiterveräußerung streng – viele Fahrzeuge werden nie auf dem freien Markt erscheinen. Wer einen Batur The Black Rose besitzt, verfügt über ein Stück Bentley-Geschichte. Nicht als Sammlerobjekt, sondern als fahrbarer Monolith.

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