Abarth 600e Turismo

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Dieses Fahrzeug bringt Druck auf die Straße

Der Abarth 600e Turismo steht für kompromisslose Fahrdynamik, elektrischen Vortrieb mit Charakter und eine klare Absage an Zurückhaltung. Dieses Fahrzeug provoziert, beschleunigt, dominiert. Wo andere Elektrofahrzeuge auf Zurückhaltung und Effizienz setzen, liefert der 600e Turismo Druck, Präzision und eine klare Linie: Leistung ist kein Relikt der Verbrenner-Ära – sie hat nur einen neuen Antrieb gefunden.

154 kW, Frontantrieb, Spoiler, Soundgenerator, sportkalibrierte Dämpfer und ein Design, das jedem Kompaktsegment-Fahrzeug den Schneid abkauft: Das ist der 600e Turismo – eine Kampfansage in Asphaltgrau, gemacht für Fahrer, nicht für Zauderer.

Abarth

Marke, Modellname und Segment

Ohne Umwege zielt der Abarth 600e Turismo auf das Kompaktsegment. Gebaut auf der STLA Small Plattform von Stellantis, ist der 600e Turismo ein elektrischer Ableger mit sportlicher Zielrichtung. Im Vergleich zum Fiat 600e ist hier alles härter, tiefer und schneller. Abarth bleibt sich treu: Weniger Vernunft, mehr Adrenalin. Der elektrische Kompaktsportler tritt mit Fokus auf dynamische Fahrleistungen, aggressives Design und ein kompromissloses Setup auf.

Mit einer Fahrzeuglänge von 4.171 mm, einer Breite von 1.781 mm und einer Höhe von 1.523 mm ist der 600e Turismo kompakt, aber kraftvoll dimensioniert. Der Radstand liegt bei 2.562 mm. Die Plattform ermöglicht nicht nur einen tiefen Schwerpunkt, sondern auch kurze Überhänge – ein Vorteil für Agilität und Designfreiheit. Der Abarth richtet sich an sportlich orientierte Fahrer, die ein vollwertiges Kompaktfahrzeug mit emotionaler Fahrdynamik suchen, ohne in eine Größenklasse höher wechseln zu müssen.

Exterieur: Maße, Form und Präsenz

Der Abarth 600e Turismo setzt auf visuelle Dominanz. Bereits frontal betrachtet wirkt das Fahrzeug wie ein Angriff – tief positioniert, kantig, wuchtig. Die Frontschürze trägt eine mattschwarze Spoilerlippe, die nicht nur optisch wirkt, sondern aerodynamisch Druck aufbaut. Links und rechts davon sitzen vertikale Lufteinlässe mit angedeuteten Kühltunneln, die die Breite betonen. Das LED-Tagfahrlicht ist in einem durchgehenden Lichtband zusammengefasst, das zwischen den Hauptscheinwerfern liegt und eine aggressive Mimik erzeugt. Das klassische Abarth-Emblem wurde nicht in einen Grill integriert – es sitzt mittig auf der Front, direkt auf dem Blech, als klare Abgrenzung zu konventionellem Design.

In der Seitenansicht dominiert eine geduckte Haltung. Die Dachlinie verläuft flach und endet in einer kurzen, aufgestellten Heckkante. Die Kotflügel sind ausgestellt und mit scharfen Sicken versehen, wodurch die Flanken förmlich unter Spannung stehen. Ein markant geformter Schweller zieht sich vom vorderen bis zum hinteren Radhaus und hebt visuell den gesamten unteren Fahrzeugbereich an. Die schwarzen Außenspiegel sitzen auf kurzen, sportlichen Armen, das Glasflächenverhältnis ist knapp gehalten – zugunsten einer geduckten, dynamischen Silhouette. Selbst die Türgriffe liegen aerodynamisch versenkt.

Im hinteren Bereich geht es kompromisslos weiter: Die Rückleuchten sind skorpionförmig gestaltet – ein versteckter Gruß an Markenkenner. Das Heck wird von einem funktionalen Spoiler gekrönt, der Abtrieb generiert und dabei das visuelle Zentrum bildet. Die Heckschürze ist stark konturiert, mit Diffusor-Optik in Schwarz und roten Einfassungen. Keine Chromdetails, keine Glanzakzente – alles wirkt funktional, fokussiert, entschlossen. Die 20-Zoll-Leichtmetallräder im zweifarbigen 5-Loch-Turbinen-Design füllen die Radhäuser satt aus. Das Reifenformat 225/40 R20 sorgt für breite Aufstandsfläche und unterstreicht den sportlichen Anspruch in jeder Perspektive.

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Performance und Stromversorgung im Detail

Der Abarth 600e Turismo zieht nicht – er schlägt zu. Sein permanenterregter Synchron-Elektromotor sitzt tief im Vorderwagen und liefert 113 kW (154 PS) sowie 235 Newtonmeter Drehmoment direkt an die Vorderräder. Die volle Leistung steht sofort zur Verfügung – kein Turboloch, kein Schaltmoment, nur rohe Kraft. Von 0 auf 100 km/h vergehen exakt 7,0 Sekunden. Die elektronische Begrenzung bei 150 km/h ist nicht dem Antrieb geschuldet, sondern der aerodynamischen und thermischen Effizienzstrategie. Die Reifen und die Achsgeometrie wurden auf diesen Geschwindigkeitsbereich präzise abgestimmt.

Drei Fahrmodi regeln die Charakteristik. Im „Scorpion Track“-Modus mutiert der 600e zum scharf geschliffenen Werkzeug: die Gasannahme erfolgt ohne Puffer, die Lenkung zieht direkt und hart ein, der simulierte Motorsound schaltet sich hörbar ein und folgt dem Leistungsabruf mit akustischer Härte. Wer es ruhiger will, schaltet in den Modus „Turismo“, der Leistung und Geräuschpegel zähmt und den Verbrauch senkt. „Scorpion Street“ aktiviert hingegen die maximale Rekuperationsleistung – mit einem Pedal lässt sich nahezu komplett fahren. Hier zeigt sich: Der Abarth ist kein auf Komfort getrimmtes Kompakt-Elektrofahrzeug, sondern ein Sportgerät, das Elektrifizierung nicht als Dämpfer, sondern als Verstärker versteht.

Der Energiefluss wird durch eine flächig integrierte Lithium-Ionen-Batterie mit 400-Volt-Architektur abgesichert. Bruttokapazität: 54 kWh. Davon sind 51 kWh nutzbar – ein realistischer Wert, der bei praxisgerechter Fahrweise eine Reichweite von rund 340 Kilometern ermöglicht. Wer vorausschauend fährt, wenig stoppt und die Stadtgrenzen nicht verlässt, kann auch auf 400 Kilometer kommen. Der kombinierte WLTP-Verbrauch liegt laut Hersteller bei 15,5 kWh auf 100 Kilometern – im sportlichen Betrieb sind jedoch bis zu 20 kWh die Regel. Die Batterie wurde strukturell mit der Karosserie verbunden, verbessert die Crashstabilität und senkt den Fahrzeugschwerpunkt messbar.

Für die Ladung steht ein CCS-Anschluss zur Verfügung. Gleichstrom lädt der 600e Turismo mit bis zu 100 kW – in 27 Minuten geht es von 20 auf 80 Prozent. Wechselstrom-Laden über den serienmäßigen 11-kW-Onboard-Charger dauert an der heimischen Wallbox rund fünfeinhalb Stunden. Die Ladebuchse sitzt hinten links und ist mit LED-Indikatoren ausgestattet. Ein aktives Thermomanagement sorgt für gleichmäßige Zelltemperatur auch bei häufiger Schnellladung oder sportlicher Belastung. Die Ladeleistung bleibt konstant hoch – ideal für Fahrer, die den Abarth nicht in der Garage parken, sondern auf der Straße ausreizen.

Fahrwerk, Bremsen, Felgen und Dynamik

Das Fahrwerk des Abarth 600e Turismo wurde konsequent auf Sportlichkeit abgestimmt. Straffe Federn, speziell abgestimmte Dämpfer und eine direkter übersetzte Lenkung sorgen für maximale Rückmeldung. Der Wagen liegt satt auf der Straße, schneidet Kurven mit minimaler Seitenneigung und zeigt auch bei schnellen Lastwechseln kaum Unruhe. Die Multilenker-Hinterachse bietet ausreichend Kontrolle, ohne den Komfort vollständig zu vernachlässigen.

Die Bremsanlage stammt aus dem Performance-Regal: Vorne sorgen belüftete und gelochte 318-mm-Scheiben mit Doppelkolben-Sätteln für Verzögerung, hinten kommen 264-mm-Scheiben zum Einsatz. ABS und ESP sind fein abgestimmt und lassen sportliches Anbremsen zu. Die serienmäßig montierten Michelin Pilot Sport EV-Reifen haben ausreichend Grip für die Zielgruppe, allerdings sind sie im Grenzbereich nichts für weich gespülte Fahrer.

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Innenraum, Varianten und Assistenzsysteme

Im Innenraum des Abarth 600e Turismo dominiert Konzentration. Kein Schnickschnack, keine Spielereien. Die gesamte Gestaltung ist auf den Fahrer fokussiert. Die Sportsitze sind tief montiert und stark ausgeformt, mit ausgeprägten Seitenwangen für maximalen Halt. Bezogen sind sie mit schwarzem Alcantara, die Sitzflächen perforiert für bessere Klimaregulierung. Die Kontrastnähte in Acid Green ziehen sich durch Sitznähte, Armlehnen und Türverkleidungen. Oberhalb der Schulterlinie prangt das eingeprägte Skorpion-Logo im oberen Rückenbereich – kein Logo, sondern ein Statement.

Das Armaturenbrett ist kantig geschnitten, horizontal gegliedert und komplett in dunklem Mikrofaser-Material ausgekleidet. Sichtkarbon am Lenkradkranz, den Luftauslässen und der Mittelkonsole sorgt für die nötige technische Schärfe. Das Lenkrad ist unten abgeflacht, trägt gelochtes Leder, sichtbare Griffmulden und Abarth-spezifische Funktionstasten zur Steuerung von Fahrmodi, Soundprofilen und Rekuperation. Die Pedalerie ist aus Aluminium gefräst, das Fußstützenlayout fahrerorientiert. Haptik und Materialwahl ziehen sich kompromisslos durch den Innenraum. Verarbeitet wird hart, satt und präzise – nichts klappert, nichts wirkt weichgespült.

Zentral dominiert ein 10,25-Zoll-Touchscreen das Cockpit, verbunden mit dem 7-Zoll-Kombiinstrument direkt vor dem Fahrer. Beide Displays sind hochauflösend, blendarms und mit konfigurierbarer Darstellung versehen. Die Benutzeroberfläche ist radikal auf Fahrdaten und Fahrzeugstatus fokussiert. Fahrmodi, Batteriezustand, Energiefluss, Ladedaten, Beschleunigungswerte – alles visuell kontrollierbar. Das System unterstützt kabelloses Apple CarPlay und Android Auto, Over-the-Air-Updates sowie die markeneigene Abarth-App für Telemetrie, Reichweitenanalyse und Leistungsprotokollierung. Navigationsdaten, Ladesäulenfinder und Energieverbrauchsprognosen sind serienmäßig integriert.

Im Bereich der Assistenzsysteme arbeitet der Turismo mit vollständigem ADAS-Level-2-Umfang: Spurhalteassistent mit aktivem Lenkeingriff, Totwinkelassistent mit optischem Warnfeld im Spiegel, Querverkehrswarner hinten, Verkehrszeichenerkennung mit adaptiver Geschwindigkeitsanpassung, Berganfahrassistent, Notbremsassistent und eine 360-Grad-Kamera mit dynamischen Führungslinien. Optional verfügbar ist ein teilautomatisierter Fahrmodus für Stauverkehr, inklusive Lenkkorrektur und Abstandshaltung. Die Rücksitzbank ist im Verhältnis 60:40 teilbar und vollständig umklappbar. Der Kofferraum fasst 360 Liter und besitzt eine zweigeteilte Ladeebene für Ladeequipment, Kabel oder Werkzeug. Ablagen und Fächer im Innenraum sind funktional, aber sportlich reduziert gehalten – hier zählt Fahrfokus, nicht Picknickromantik.

Direkter Vergleich: Abarth 600e Turismo vs. Scorpionissima

Während der 600e Turismo das reguläre Serienmodell darstellt, ist der Scorpionissima als exklusive Launch Edition konzipiert. Beide teilen sich Technik, Batterie, Leistung und Plattform. Unterschiede zeigen sich in Ausstattung, Design, Limitierung und Preis. Der Scorpionissima ist auf 1.949 Stück limitiert und enthält alle Optionen serienmäßig – inklusive Sonderlackierungen, Voll-Alcantara-Innenraum und individueller Plakette.

Merkmal 600e Turismo 600e Scorpionissima
Leistung 154 PS (113 kW) 154 PS (113 kW)
Felgen 20-Zoll schwarz/silber 20-Zoll matt schwarz
Sonderlackierungen Serienlacke Acid Green & Poison Blue
Innenausstattung Alcantara, Sichtkarbon Voll-Alcantara, Individualisierung
Stückzahl Keine Limitierung 1.949 Stück
Preis (UVP) ca. 38.000 € ca. 44.000 €

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Preisniveau und Marktstellung

Mit einem Einstiegspreis von rund 38.000 Euro liegt der Abarth 600e Turismo deutlich über dem Standard-Fiats, aber innerhalb des Rahmens für sportlich positionierte Kompaktfahrzeuge mit E-Antrieb. In Relation zur Ausstattung, Dynamik und Markengeschichte ist der Preis nachvollziehbar.

Im Wettbewerbsumfeld tritt der 600e Turismo gegen Modelle wie den Mini Cooper SE JCW, den Peugeot e-208 GT oder den MG4 XPower an. Gegenüber diesen Konkurrenten zeigt sich der Abarth kompromissloser, roher und auf Fahrspaß reduziert. Wer keine neutrale Abstimmung, sondern einen elektrifizierten Kompaktwagen mit Charakter und Dampf sucht, findet hier eine der letzten echten Alternativen mit klarer sportlicher Identität.

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